Die 12 Saxofonisten

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30. Mai 2017

 
Die 12 Saxofonisten
CD-Produktion
„Die 12 Saxofonisten“ sind ein Kammerorchester professioneller Musiker und
demonstrieren par excellence das breite klangliche Spektrum der Saxophonfamilie, vom selten gespielten Sopranino- über Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon bis zum tiefen Bassinstrument.
Das Ensemble formierte sich im Jahre 2001 und setzt sich aus Solisten des fränkischen Raumes zusammen, die neben ihrer Lehrtätigkeit regelmäßig in verschiedenen Orchestern und Theatern mitwirken. Dazu gehören die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie, die Nürnberger Philharmoniker, das Staatstheater am Gärtnerplatz München, die Hofer Symphoniker sowie die Orchester der Städte Coburg, Würzburg, Regensburg und Augsburg.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit der Pocket Opera Nürnberg, dieser über die nationalen Grenzen hinaus bekannten Operngruppe.
Die musikalische Leitung obliegt seit der Gründung in den Händen des Dirigenten Franz Killer. Die Gestaltung der Programme reicht von der Renaissancezeit bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts, wobei die Grenzen zwischen U- und E- Musik bewusst überschritten werden.


Werkbeschreibung

Bertold Hummel, geb. 1925 in Hüfingen (Baden) , studierte von 1947 bis 1954 an der Musikhochschule Freiburg i. Breisgau Komposition bei Harald Genzmer und Violoncello bei Atis Teichmanis. 1956 bis 1963 war Bertold Hummel Kantor in Freiburg i. Brsg. und freier Mitarbeiter des Südwestfunks Baden-Baden und wurde 1963 als Kompositionslehrer an das damalige Staatskonservatorium in Würzburg berufen. 1963 bis 1988 leitete er das Studio für Neue Musik Würzburg, 1974 wurde er zum Professor ernannt. 1979 bis 1987 war er Präsident der Hochschule für Musik in Würzburg (seit 1988 deren Ehrenpräsident) und seit 1982 Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Er hielt Gastvorträge und reiste zu Aufführungen seiner Werke in Europa, in den USA, Südamerika, Kanada, GUS, Japan, Australien, Ägypten und Südafrika. Im Jahre 2002 verstarb Bertold Hummel in Würzburg. Hummels Tonsprache orientiert sich an der klassischen Moderne und findet Nähe zu Anton Bruckner, Alban Berg, Paul Hindemith und Olivier Messiaen.
Die „Saxophonia“ op. 103a entstand im Jahr 1998 und ist in zwei Fassungen veröffentlicht: eine für Saxophonensemble mit und eine Version ohne Schlagzeug.
Neben wiederkehrenden sinfonischen Gesten, sind tänzerisch belebte Abläufe, die teilweise an Jazz erinnern, für dieses Werk bestimmend.

Maurice Ravel lebte von 1875-1937. Aus seiner 1925 in Monte Carlo uraufgeführten Oper „Das Kind und der Zauberspuk“ stammen die Stücke Mathematique – Toi, le coeur de la rose –Five o’clock, die von Jean Marie Londeix für Saxophonorchester arrangiert wurden .

Theodor Köhler, geb. 1974 in Kapstadt / Südafrika studierte Komposition in Frankfurt/Main bei Claus Kühnl und Prof. Müller-Hornbach. Häufig wendet er sich in seinen Werken der klanglichen Vielfalt des Saxophons zu, aufgrund der „historischen Unbelastetheit“ des Instruments. Senophoxas, eine Komposition in drei Sätzen entstand im Jahre 2002 für ein Ensemble von 12 Saxophonen.
Der erste Satz verarbeitet in minimalistischer Kompositionsweise rhythmisch komplexe Motive in Gegenüberstellung eines gleichmäßigen Pulsierens, das den gesamten Satz durchzieht. Der zweite Satz in seinem romantischen Duktus lässt einen Bezug zur Musik der großen nordischen Symphonik des 20. Jahrhunderts spüren. Im letzten Satz arbeitet Köhler an ständigen verändernden Schablonen von Rhythmen und Metren, so dass dieser Satz eine permanente Veränderung des Bestehenden darstellt.

Erland von Koch (geb. 1910), der in Schweden lebende Komponist und Dirigent, verfolgt mit großer Konsequenz die Verbindung von nordischer Volksmusik mit symphonischer Tradition. Natur und Landschaft spiegeln sich musikalisch in seinem Werk Moderato und Allegro für Saxophonensemble aus dem Jahre 1981 ebenso wieder, wie überbordende tänzerische Lebensfreude.

Helmut Bieler (geb. 1940), Komponist und emeritierter Professor für Musikpädagogik der Universität Bayreuth, schrieb sein Werk Impulse für Saxophon 12-tett und Schlagwerk im Jahr 2007 für das Ensemble "Die 12 Saxophonisten". Die vorliegende mitgeschnittene Uraufführung beeindruckt durch ihre ungestüme Wucht und Direktheit der in drei Quartette gegliederten Saxophone. Das Wechselspiel dreier Ensembles in Verbindung mit den breakhaften Schlagzeugkaskaden reizt das Klangspektrum des von ihm verwendeten Instrumentariums bis auf Äußerste aus.
Schlagzeug: Axel Dinkelmeyer





 
 
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